Standort:
| AMIC |
|
|
|
|
There are no translations available. AMIC® (autologe matrixinduzierte Chondrogenese) ist ein biologisches Verfahren zur Behandlung von Knorpeldefekten. Dieses neuartige Verfahren greift auf die Selbstheilungskräfte des Körpers und die Regenerationsfähigkeit der mesenchymalen Stammzellen zurück. Es eignet sich für Knorpeldefekte von mindestens zwei x zwei Zentimter Größe, die bis auf den Knochen reichen. Indikationen für die AMIC-Methode sind Knorpeldefekte Grad III und IV bei Patienten bis zu einem biologischen Alter von etwa 40 Jahren.
Gegenüberliegende Knorpeldefekte (Kissing-Läsionen), Systemische immunvermittelte Erkrankungen oder Infektion des Kniegelenkes einschl. Osteoarthrose und krankheitsbedingte Arthritis, Kniegelenksinstabilität, Meniskektomie, Varus-/Valgus-Fehlstellung (operative Umstellung erforderlich), Hämophilie A/B und nachgewiesene Kollagenallergie sind Ausschlussgründe. Der Eingriff verläuft folgendermaßen: Degeneratives und abgeschertes Knorpelgewebe wird arthroskopisch vollständig abgetragen. Der Zugang zum Knorpeldefekt erfolgt über eine minimalinvasive Arthrotomie. Die subchondrale Knochenlamelle wird mit einer scharfen Ahle oder einem Pfriem an zahlreichen Stellen perforiert (Mikrofrakturen). Der Defekt wird anschließend mit einem Kollagenschwamm abgedeckt. Bestandteile des Knochenmarks, u. a. Stammzellen und Wachstumsfaktoren, werden durch die Perforationen in den Defekt freigesetzt und bilden letztendlich einen Superthrombus. Der Kollagenschwamm stabilisiert und schützt den Superthrombus und bietet somit eine ideale Umgebung für das heranwachsende neue knorpelartige Gewebe. Das Kollagen wird entweder mit Fibrinkleber oder Nähten fixiert. Während der Arthroskopie werden Ausmaß und Klassifikation des Knorpeldefektes sorgfältig bestimmt. Degeneratives und abgeschertes Knorpelgewebe wird komplett abgetragen. Der Rand des Defektes wird geglättet. Danach wird das Kniegelenk minimalinvasiv eröffnet. Die Mikrofrakturen werden mit einer scharfen Ahle oder einem scharfen Pfriem gesetzt. Mit einer Schablone (z.B. sterile Aluminiumfolie) wird ein genauer Abdruck des Defektes erstellt. Der Fibrinkleber wird zwischen den Perforationen direkt auf die subchondrale Knochenplatte aufgetragen und der Kollagenschwamm dann in den Defekt eingeklebt. Das Kniegelenk wird fünf Minuten lang in gestreckter Position gehalten. Anschließend wird der überschüssige Fibrinkleber vorsichtig mit einem scharfen Skalpell weggeschnitten. Das Gelenk wird dann 10-mal vollständig gebeugt und die Stabilität und Position der Matrix überprüft.
|
ARTICO-Sportklinik GmbH | Hirschbergstraße 25 | 78054 Villingen-Schwenningen (Germany) | Tel.: +49 (0) 7720 / 85 79 - 26 | Fax: -79 | info@artico-klinik.de
© 2012 | M3-Marketingagentur









